Am 22. und 23. April 2026 wurde Schwerin zum Treffpunkt für den grenzüberschreitenden Bevölkerungsschutz. Am Rande der Sitzung der Arbeitsgruppe Katastrophenschutz der Deutsch-Polnischen Regierungskommission kamen Führungskräfte zum „Kommandantenforum 2026“ zusammen. Das mittlerweile fünfte Forum dieser Art setzte wichtige Impulse für die Sicherheitsarchitektur im deutsch-polnischen Grenzraum.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Vertrauensbildung und die enge Vernetzung unter den Partnern. Die Teilnehmenden diskutierten intensiv über die Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz, den modernen Bevölkerungsschutz sowie die zivil-militärische Zusammenarbeit. Ein besonderes Augenmerk galt zudem dem Ehrenamt, das nach wie vor das tragende Fundament des Katastrophenschutzes auf beiden Seiten der Grenze bildet. Wie erfolgreich diese Kooperation bereits in der Praxis gelebt wird, zeigten die Vorstellungen konkreter Best-Practice-Beispiele, insbesondere Projekte, die durch das Programm Interreg VI A unterstützt wurde. Diese Initiativen zeigen, wie grenzüberschreitende Krisenvorsorge und der Schutz vor klimabedingten Gefahren im Oderraum Hand in Hand gehen können.
Um für zukünftige Krisen noch besser gewappnet zu sein, vereinbarten die Partner eine noch engere Verzahnung in der Praxis. Ein intensiv besprochenes Thema waren daher gemeinsame Schulungen und Ausbildungen, sodass die Einsatzkräfte im Ernstfall künftig noch schneller, reibungsloser und effizienter greifen können.
