Beim IX. Politischen Gipfel der Oder-Partnerschaft in Posen feierten deutsche Bundesländer und polnische Wojewodschaften das 20-jährige Bestehen ihres Netzwerks unter dem Motto „Zwei Länder – eine Gemeinschaft“. Für Mecklenburg-Vorpommern stand die Stärkung des gemeinsamen Grenzraums im Fokus. Heiko Miraß, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg, betonte vor Ort die strategische Priorität: „Für uns ist das Potenzial der Metropolregion Stettin von enormer Bedeutung. Wir haben ein großes Interesse daran, dass die Verbindungen nicht nur auf polnischer Seite gut gelingen, sondern auch bei uns.“
Ein Kernpunkt des Gipfels war der beschlossene „Appell für den Ausbau der Eisenbahnverbindungen zwischen Deutschland und Polen“, der die nationalen Regierungen zu schnellerem Handeln drängt. Dass MV hier bereits voransteht, untermauerte Miraß mit einem aktuellen Beispiel: „Wir haben gerade in der letzten Woche den Spatenstich absolviert, um Usedom besser ans Festland anzubinden, denn dort wird eine neue Brücke entstehen.“ Neben dem Verkehr diskutierten die Regionen auch über Cybersicherheit und den Schutz kritischer Infrastruktur vor Sabotage.
Zum Abschluss der Sitzung übergab Großpolen den Vorsitz der Oder-Partnerschaft für die nächsten zwei Jahre an Brandenburg. Das gemeinsame Ziel bis 2028: Mehr grenzüberschreitende Infrastruktur, eine stärkere Wirtschaft und mehr Sicherheit im Ostseeraum und entlang der Oder.
